Arbeitsgruppe "Zukunft des Vereins" - Protokoll der 1. Sitzung (n.a.)

06.09.2011

Die Arbeitsgruppe hat sich am 28.08.2011 von 18:00 - 20:00 Uhr zu ihrer ersten, konstituierenden Sitzung im Mehrzweckraum getroffen. Das nächste Treffen ist am 23.10.2011 von 15:00 - 17:00 Uhr. 

Das vollständige Protokoll (mit Teilnehmerliste) kann nach Anmeldung am System auch als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Protokoll

Michael begrüßt alle Anwesenden und eröffnet das erste Treffen zur Diskussion über neue Wege und Möglichkeiten zur Sicherung des Fortbestandes des Vereins in der Zukunft.

Einleitend gibt er dazu zunächst einen Überblick über die Grundbedingungen, die das Vereinsleben auf dem Gelände prägen und die bei Überlegungen zu beachten sind.

Eine der wichtigsten Tatsachen ist die Klassifizierung des Vereinsgeländes als Landschaftschutzgebiet. Hierdurch wird bspw. unumstößlich festgelegt, dass alle Bauten auf dem Gelände einem strikten Genehmigungsverfahren unterliegen und keine als Lauben zu nutzenden Hütten erlaubt sind. Alle von Mitgliedern genutzten Hütten dürfen nur als Sportumkleidehütten bezeichnet und genutzt werden. Damit wird u.a. ein Verzicht auf eine Stromversorgung festgelegt und auch ein dauerhaftes Wohnen in den Hütten ausgeschlossen. Eine Umwidmung des Geländes ist nicht möglich, was aber auch für den Verein positiv auszulegen ist, da die Pächtergemeinschaft das Gelände nur an Pächter mit vergleichbarer Nutzungsausrichtung vergeben kann. Insofern scheint ein Fortbestand des Pachtvertrages, der zurzeit noch eine Restlaufzeit von 10 Jahren hat, gesichert. Ob sich die Pachtsumme in Höhe von 78.000 € pro Jahr später erhöhen wird bleibt abzuwarten.

Wichtig ist aber auch den Status des Vereins als gemeinnützigen Verein zu erhalten. Entscheidend hierfür ist neben der Ausübung gemeinnütziger Tätigkeiten, worunter auch der Sport zählt, eine getrennte Aufrechnung der Einnahmen und Ausgaben des Vereins. So wird in einen wirtschaftlichen und einen Ideellen Bereich unterschieden, wobei der Schwerpunkt der Berechnung nicht in den wirtschaftlichen Bereichen liegen darf. Hierrunter fallen z.B. Ausgaben und Einnahmen durch Saunanutzung, Vermietung von Wohnwagenstellplätzen oder der Kantine. Grundsätzlich dürfen Ausgaben im wirtschaftlichen Bereich nicht durch Einnahmen aus dem ideellen Bereich gedeckt werden. Wohl aber darf der ideelle Bereich mit Einnahmen aus dem wirtschaftlichen gefördert werden.

Ziel dieses Treffen, aber insbesondere der nachfolgenden Diskussion über Möglichkeiten und Zielrichtungen der Attraktivitätssteigerung des Vereins, soll sein, durch eine verlässlich hohe Mitgliederzahl den Fortbestand des Vereins zu sichern, wobei ein Schwerpunkt sicher auch darin liegen sollte, den Altersdurchschnitt zu senken und Anreize für Familien zu setzen.

Jörg weist darauf hin, dass es neben dem Brainstorming in diesem Gremium auch um die Frage gehen muss, wie wir in den kommenden Wochen und Monaten mit der Verwirklichung von Vorschlägen umgehen. Basis für diesen Prozess wird ein Forum über die Internetpräsenz des Vereins sein (http://www.neu.saunafreunde-berlin.de), an dem sich jeder beteiligen kann. Alle Ideen werden dann gebündelt werden müssen, um sie zu Themengruppen zusammen fassen zu können. Dazu sollte es dann Verantwortliche zu den einzelnen Themengruppen geben, über die das weitere Vorgehen abgestimmt werden kann.

Thomas ergänzt, dass einzelne Vorschläge nur über einen Beschluss der Mitgliederversammlung (MV) umgesetzten werden können. Vor diesem Hintergrund wären Beschlussanträge zu formulieren, die bereits zusammen mit der Einladung zur MV verschickt werden. Damit würde sich eine Zeitgrenze zum Januar 2012 ergeben.

Heike schlägt vor, vor der MV einen Informationsabend oder ähnliches anzubieten um Vorschläge inhaltlich vorab darzustellen und mit der Diskussion und der Beschlussfassung nicht den Zeitansatz der MV zu sprengen.

Michael verweist darauf, dass zusätzlich auch mittels Aushang auf die Arbeit der Arbeitsgruppe sowie die Einrichtung des Forums hingewiesen werden wird.
Dies unterstützt Andreas mit dem Hinweis, dass damit einer eventuell befürchteten Geheimniskrämerei von Anfang an entgegengewirkt wird.

Als erste Diskussionsanregung kommt das Thema Vereinsname zur Sprache. Inhaltlich werden daraufhin verschiedenste Auffassungen dargestellt. So stellt sich heraus, dass mit dem Vereinsnamen auch Traditionen verbunden werden, die nicht ohne Weiteres aufgegeben werden sollten. Auch wenn es mit dem Vereinsnamen wenig Assoziationen zum Sport gibt sind in der Vergangenheit gerade die besonderen sportlichen Erfolge mit dem Namen Saunafreunde verbunden.

Aus der Namensfrage entwickelt sich nahtlos eine Diskussion über die Zielvorstellungen. So sollte der Schwerpunkt, aus Überzeugung nackt zu sein und das Vereinsleben textilfrei zu verbringen, erhalten bleiben. gerade die Tradition hat einen nicht zu vernachlässigenden Stellenwert. Andererseits stellt sich die Frage, ob mit diesen traditionellen Werten Außenstehende für den Verein geworben werden können. Eine Neuausrichtung darf aber nicht dazu führen, aus dem Vereinsgelände eine Badeanstalt zu machen. Im Vordergrund steht der Gedanke des Naturismus und nicht eine Veränderung zum 08/15 – Verein. Insbesondere kommt es darauf an, dass das Leben im Verein der Saunafreunde nicht von Ästhe-tikfragen bestimmt wird und auch die Kinder Toleranz im Umgang mit den Mitmenschen erlernen. Entscheidend ist, dass durch Neuerungen, durch die ggf. 50 neue Mitglieder geworben werden, erheblich mehr Mitglieder sich nicht mehr mit ihren Interessen vertreten sehen und daher kündigen.

Wichtig ist die Frage, was macht unseren Verein attraktiv? So sollten die verschiedenen Themen, wie
-    der See mit dem Gelände
-    Sport auf dem Gelände und in der Halle
-    die Sauna
getrennt betrachtet werden und ggf. mit unterschiedlichen Mitgliedsangeboten bedacht werden.

Um an frühere Zeiten anknüpfen zu können wären auch die Ursachen zu klären, warum Mitglieder den Verein verlassen haben. Dazu ist festzustellen, dass nahezu alle Vereine mit zurückgehenden Mitgliedszahlen zu kämpfen haben. Auch in unserem Verein sind bestimmte Umstände fremdbestimmt. So treten oftmals Jugendliche und junge Erwachsene aus, wenn sie mit der Schule fertig sind und ins Berufsleben treten. Alte Mitglieder treten aus gesundheitlichen Gründen aus. Auch durch einen Wegzug aus Berlin gibt es den einen oder anderen Austritt.
Ein wichtiger Grund ist aber, dass Mitglieder nach rund zwei bis drei Jahren das Gefühl entwickeln, sich nicht heimisch zu fühlen. Hier wäre u.U. ein Aufnahme- oder Mitgliedsbetreuungsausschuss hilfreich, der eine persönliche Begleitung neuerer Mitglieder gewährleistet und auf Fragen oder Unstimmigkeiten direkt reagieren kann.

Anknüpfungspunkte gäbe es aber auch bei Kindern, die in der Übergangsphase zum Jugendlichen Ansprechpartner suchen oder bei Älteren, deren Lebenspartner verstirbt.

Zum Thema Werbung werden unterschiedliche Ansätze diskutiert. So nützt es nichts, möglichst viele Menschen ungezielt anzusprechen, da die Gefahr nicht zu unterschätzen ist, dass sich Einzelne berufen fühlen die Mitgliedschaft für Interessen zu nutzen, die nicht mit unserem Vereinsleben vereinbar sind. Auch bei Presseanfragen ist durchaus ein vereinsfremdes Interesse auszumachen, wenn bestimmte Anfragen zum FKK-Verein immer wieder im Sommerloch gestartet werden.

So muss Vereinswerbung eher intern innerhalb der Bekanntschaften der Mitglieder vorangebracht werden (Mundpropaganda). Oder man kann auf Hinweise, wie z.B. dass im Strandbad Lübars der FKK – Bereich geschlossen wurde, reagieren.

Letztendlich kann man nur mit der Attraktivität der Vereinsangebote Interessierte auf das Gelände locken. Dabei könnten im Veranstaltungsbereich neue Ideen entwickelt werden, zu denen Freunde auch willkommen sind. Außerdem wäre zielgruppenspezifisch in anderen FKK – Vereinen z.B. mit dem Tourismusangebot zu werben. Dafür wäre wiederum aber auch ein adäquates Angebot an Stellplätzen für Wohnwagen und Zelte oder anderen Übernachtungsangeboten erforderlich.

Für eine Veränderung im Angebot für Jugendliche auf dem Gelände ergab sich da-gegen kein Ansatz. Hier wären eher die Sportangebote auf die Interessen der Jugendlichen abzustimmen und ggf. über Sportmitgliedschaften Interessen für das Gelände zu wecken.

Michael bedankt sich für die zahlreichen Wortmeldungen und die zielorientierte Diskussion. Die Ergebnisse werden im Forum weiter diskutiert werden können. Um das weitere Vorgehen und einzelne Ergebnisse aus dem Forum besprechen zu können, wird als nächster Termin einer Zusammenkunft Sonntag, der 23.10.2011, von 15 - 17 Uhr, festgesetzt.

Wir freuen uns über jeden, der mit Ideen, Vorschlägen diese Arbeitsgruppe unterstützt!

Termine

Saunaabend Herbstzauber
07.10.2017 19:00 - 21:30
Mitgliederversammlung 2018
13.04.2018 17:00 - 21:00


Wichtig!

Vereinsnachrichten Heft 2/2017

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